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Tanztheaterfestival 2009 PDF Drucken E-Mail
2. Chiemgauer Tanztheaterfestival „The Spirit of Japan“
(23.10. – 28.10.2009)

Das 1. Chiemgauer Tanztheaterfestival im Juni 2008 unter dem Motto „Alchemie des Tanzes“ war mit zahlreichen Teilnehmern und zwei gut besuchten Aufführungen, die direkt aus dem Workshop-Prozess entstanden, sehr erfolgreich. Dadurch fühlen wir uns in der Idee bestätigt, das Festival als jährlich stattfindende Veranstaltung mit wechselnden Themen anzubieten.

Das 2. Chiemgauer Tanzfestival mit dem Thema „The Spirit of Japan“ wird vom 23. bis 28. Oktober 2009 stattfinden. In Zusammenarbeit mit ausgewählten japanischen und europäischen Künstlern wollen wir wieder zeitgenössischen Tanz in die Region bringen und dabei der Frage nachgehen, in wie weit japanische Tanz- und Theater-Kultur und westliches Tanztheater sich gegenseitig beeinflussen. Hier ist z.B. der Butoh-Tanz mit seinen Wurzeln im deutschen Ausdruckstanz zu nennen. Butoh entstand in Japan und gelangte von dort nach Europa. Westliche Butoh-Tänzer wiederum beeinflussten mit ihrer Interpretation die japanische Szene dieser Tanzrichtung.

Die Labors und Performances des Festivals beleuchten und bearbeiten das Thema mit verschiedenen Methoden und Techniken. Eingeladen sind Choreographen und Tänzer aus unterschiedlichen Bereichen der darstellenden und tänzerischen Kunst, die entweder aus Japan stammen, oder sich künstlerisch mit Japan auseinandersetzen.

Die Performances auf einen Blick


Teruko Fujisato
 

Als Festival-Ort haben wir wieder Bad Endorf gewählt, das durch seine günstige Lage an der Bahnstrecke München-Salzburg gut zu erreichen ist. Die Räumlichkeiten verschiede­ner Studios und Hotels vor Ort bieten sich ideal für Workshops und Studio-Aufführungen an.

Interessierte aus der Region können als Zuschauer dabei sein oder als aktive Teilnehmer an den Workshops und Aufführungen mitwirken. Das Profil der Region Ost-Oberbayern erhält durch diese Veranstaltung einen neuen Akzent als Tanztheater-Aufführungs­gebiet. Durch die Themenwahl sollen zudem überregionale Impulse gesetzt werden.

Folgende Künstler/innen und Tänzer/innen wirken mit:
 
—  Kei Takei – Tänzerin, Choreographin und künstlerische Leiterin der Moving Earth Dance Company
—  Setsuko Yamada – Butohtänzerin und Choreographin
—  Teruko Fujisato – Tänzerin und Choreographin
—  Tetsuya Fukushima – lai-do Meister, Noh-Schauspieler
—  Gioh Ohuchi - lai-do Meister
—  Nisshin Toda – Abt des buddhistischen Onjuin Tempels in der Nähe von Tokio
—  Trommel-Gruppe „Sakura No Ki Taiko" mit Liliana Bulic
—  Tejo Janssen – Butoh Tänzer und Choreograph
—  Ingo Taleb Rashid – Der künstlerische Leiter des Festivals wird wieder eine eigene Produktion vorstellen.

Kei Takei   Kei Takei   Setsuko Yamada   Setsuko Yamada

Kurze Begriffsklärung der japanischen Bewegungskünste:

Butoh: ein moderner Ausdruckstanz, ist in den 1960er Jahren in Japan entstanden.
Die Vorstellungskraft des Tänzers spielt hier eine wesentliche Rolle, sein Körper wird von seinen Imaginationen bewegt und geführt. Innere Bilder, Erlebnisse und Erinnerungen werden durch sparsame Bewegung ausgedrückt, bzw. angedeutet. Butoh ist ein Tanztheater von meditativer Zartheit bis zu exzessiver Groteske.

Noh:  traditionelles japanisches Theater, mit Musik begleitet, das im 14. Jahrhundert entstand. Seine Spuren lassen sich auf das volkstümliche Theater zurückführen. Meist trägt der Hauptdarsteller eine Maske. Die traditionellen Themen betreffen in der Regel japanische oder chinesische Mythologie oder Literatur.

Iai-do:  ist der japanische „Weg des Schwertziehens“ und gehört zum großen Bereich der Budo-Disziplinen. Es ist aus der Kampfkunst der alten Kriegerkaste Japans, der Samurai, entstanden. Das  Ziel des Iai-do ist ein geistiger und spiritueller Übungsweg.

Shomyo: ein buddhistischer Ritualgesang, der von den Ausübenden als  meditative Praxis gesehen wird. Die Gesangstradition wurde im 6. und 7. Jahrhundert nach Korea und Japan überliefert. Während sie in ihren Ursprungsländern Indien und China verloren ging, konnte sie dort bewahrt werden.

Die Taiko ist eine traditionelle japanische Trommel. Sie diente vermutlich zunächst in den Ritualen der schamanischen Shinto-Religion zum Beschwören von verschiedenen Göttern. Die Samurai erkannten die Wirksamkeit der Taiko und ließen die Trommeln vor dem Angriff schlagen. Im Noh-Theater werden Taikos seit dem 14. Jh. verwendet. Von dort wurden sie auch in andere Theaterformen übernommen.

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Begleitend zu den Workshops und Performances gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm, u. a. mit Ausstellungen und Aktionen von bildenden Künstlerinnen.

Die Aufführungen kosten 14 EUR bzw. 9 EUR ermäßigt pro Abend. Wenn nicht anders angegeben, finden die Veranstaltungen in Marias Kino in Bad Endorf statt.
Die Workshop-Dauer von 10:00 Uhr bis 18.00 Uhr beinhaltet Pausenzeiten.


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Anmeldung:

Die Kosten für die Teilnahme am Festival beinhalten alle Workshops, Aufführungen und das Rahmenprogramm, nicht aber Übernachtung und Verpflegung. Wir sind gerne bei der Vermittlung von Übernachtungen behilflich, bzw. gibt es die Möglichkeit im Studio von El Haddawi in Bad Endorf gegen Unkostenbeteiligung von 10 € mit dem Schlafsack zu übernachten. (Begrenzte Anzahl von Plätzen)

Kosten für das gesamte Festival: 380 €
Ermäßigung für Student/Innen und Tänzer/Innen in nachgewiesener professioneller Tanzausbildung:
350 €
Frühbucherpreis für alle
bis zum 1. August:

320 €
Kosten für den halben Zeitraum:
(gilt für Freitag bis einschließlich Sonntag,
oder Montag bis einschließlich Mittwoch.)
200 €
Ermäßigung, s. o.: 180 €
Für Anmeldungen ab dem 17. Oktober wird ein Last Minute Aufschlag von jeweils 30 € erhoben.
Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung, da das Festival angesichts der hochkarätigen Künstler erfahrungsgemäß schnell ausgebucht sein wird.

Zum Anmeldeformular